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Gelebte Spiritualität – mein Weg zu mehr Selbstverantwortung

Hallo ihr lieben,

heute erzähle ich euch was ich unter gelebter Spiritualität verstehe. Den für mich ist Spiritualität keine mystische Weltansicht die nur Mönchen vorbehalten ist sondern ein Weg zu mehr Selbstverantwortung und einem bewussten Leben.

Vorne weg möchte ich dazu sagen das ich keiner bestimmten Religion oder ähnlichem angehöre sondern mich das Leben einige Wahrheiten gelehrt hat die sich für mich richtig und wichtig anfühlen.

Aber fangen wir am Anfang an.

Ich bin nicht sonderlich religiös aufgewachsen. Mein Vater war zwar zu DDR Zeiten tief mit der evangelischen Kirche verbunden, aber das war nicht ungewöhnlich da es ein Platz war an dem Meinungsfreiheit zelebriert werden konnte. Auch gab es bei uns eine Kinder Bibel und ich heiße Mirjam weil das der Name von Moses Schwester ist. Aber das wars auch schon. Keine sonntäglichen Kirchenbesuche oder sonstige Predigten. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich mich als Kind großartig mit Jesus oder Gott auseinandergesetzt habe. Irgendwann im Laufe des schulischen Religionsunterrichts bildete sich bei mir dann die Meinung das Kirche, Bibel und die damit verbundene Vorstellung von Gott für mich keinen Sinn ergibt. Dennoch wusste ich schon „immer“, dass es irgendetwas gibt und alles einen Sinn hat.

Dabei wurde ich immer unglücklicher und fühlte mich machtlos

Nachdem ich fertig mit der Uni war, stürzte ich damals in ein tiefes Loch. Die Illusion von diesem ach so tollen System in dem wir leben begann stark zu bröckeln. Zwar hab ich schon in der sechsten Klasse zu meinen Freundinnen gesagt “ich glaube ich bin in der falschen Zeit geboren, lieber wäre mir die Hippi Zeit gewesen”. Aber so ganz hab ich da noch nicht verstanden was ich mit dieser Aussage meinte. Später wurde mir dann bewusst, dass die Zeitepoche in der ich Leben möchte noch gar nicht da war. Eher so was wie eine Vision. Bevor ich dies jedoch kapierte beschäftigte ich mich mit sogenannten Verschwöhrungstheorien. Dabei wurde ich immer unglücklicher und fühlte mich machtlos. Bankenkriese, Welthunger, Klimawandel. Die Großkonzerne, die Banken und die Reichen haben alle Macht und wir können uns nur im Hamsterrad drehen bis wir sterben. Das fühlte sich für mich schrecklich an! Also begann ich mich Lösungsorientierter zu verhalten.

Mein erstes Aha-Erlebnis war meine Ernährungsumstellung auf hauptsächlich tierfreie Kost, sprich vegan. Ich verstand dadurch dass ich doch gar nicht so machtlos bin wie ich dachte. Denn mein Konsum, meine Lebensweise und die damit verbundenen Entscheidungen sind sehr machtvoll und können die Welt durchaus ändern. Immerhin ein Mensch (Ich) der nicht mehr mit macht bei der Massentierhaltung und dem damit verbundenen Welthungerproblem. Das fühlt sich toll an, denn tatsächlich füge ich so Menschen und Tieren weniger Leid zu (auch mir selbst). Ich überlegte was ich noch machen konnte und wechselte unter anderem die Bank. Von einem der globel Player zu einer Nachhaltigen Bank die unter anderem nicht an Nahrungsmittelwetten teilnimmt und den Keller voller fauliger Derivate hat.

So stieg die Selbstverantwortung für mein Leben immer weiter

Ich empfand es als befreiend endlich mehr Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Also ging die Reise weiter.

Irgendwann kam bei Benjamin der Gedanke auf wir könnten zusammen Yoga machen. Ich war schon immer fasziniert davon also machten wir uns auf die Suche. Von vorneherein war ich nicht nur an der körperlichen Betätigung Interessiert. Aus diesem Grund suchten wir uns eine ganzheitliche Schule, welche auch das Wissen dahinter vermittelt. Zum Beispiel die Chakren-Lehre und Meditation. Hatha Yoga wurde zu meiner täglichen körperlichen Praxis. Je nachdem welche Themen ich gerade hatte und auf welcher Chakren Ebene diese waren, wählte ich die Asanas (Übungen) aus. Ich meditierte jeden Tag mindestens einmal. Meistens in der Früh nach dem aufstehen oder auch gerne nachmittags mit der Sonne im Gesicht. Mittels der Meditation verstand ich es immer mehr in die Rolle des Beobachters zu gehen und meine Probleme von oben an zu schauen.

Gleichzeitig kamen Bücher und Dokumentationen zum Thema Spiritualität in mein Leben die ich begierig aufsog. So auch meine spirituelle Begleiterin. Ich begann mich immer mehr mit Bewusstseinsarbeit auseinanderzusetzen, welches ich als großen Teil meiner spirituellen Praxis sehe. So stieg die Selbstverantwortung für mein Leben immer weiter. Mehr zu Bewusstseinsarbeit könnt ihr in den Artikeln Bewusstseinsarbeit – was soll das den sein? und Bin ich das oder mein Ego? Wie du erkennen kannst wer du wirklich bist nachlesen.

Vereinzelt begann ich auch verschiedene Reiningungsrituale zu machen die Körper, Geist und Seele stärkten. Ich fühlte mich auf allen Ebenen bewusster und klarer.

Mit der Zeit kehrten jedoch die Trigger zurück 

Als ich dann mit Elija schwanger wurde rückte einiges total in den Hintergrund. Ich meditierte zwar noch fast täglich aber ich machte kaum mehr Hatha Yoga. Ich war damals ständig am Essen und das hat sich mit den körperlichen Übungen nicht wirklich gut angefühlt. Meine Bewusstseinsarbeit rückte etwas mehr in den Vordergrund. So wurden mir noch einige Themen bewusst, gerade zum Ende der Schwangerschaft. Nachdem Elija geboren wurde meditierte ich gar nicht mehr. Ich war das erste halbe Jahr wie in einer Liebesblase. Nichts konnte mich triggern, obwohl ich keiner mir bewussten spirituellen Praxis nachging. Ich war nur bedingungslose Liebe. Ich genoss die gemeinsame Kennenlernphase in vollen Zügen.

Mit der Zeit kehrten jedoch die Trigger zurück und ich fing wieder an mich zu reflektieren und mir mein Selbst bewusst zu machen. Jetzt ist Elija 1,5 Jahre alt und ich finde wieder mehr Zeit für Meditation und mehr Raum mich bewusst mit gelebter Spiritualität zu beschäftigen.

Ich lasse mich gerne durch gleichgesinnte Menschen inspirieren und lerne neue Wege der Meditation kennen und lieben. Gerade die Mantrameditation hat es mir angetan. Hier kann ich aus eine Fülle von Mantren zu den unterschiedlichsten Themen wählen und auf subtiler Ebene meine Themen ansehen. Ihnen Raum geben, sie wahrnehmen und somit loslassen.

So komme ich meinem inneren Kern immer näher und genieße alle Phasen meines Lebens

Vor der Schwangerschaft war ich sehr dogmatisch und strukturiert. Das hinderte mich im Nachhinein oft daran meiner Intuition zu folgen. Mein spiritueller Ego-Anteil hatte die Leitung übernommen und ich fühlte mich oft schuldig wenn ich kein Yoga machte oder keine Meditation schaffte. Die ruhige Phase während der Schwangerschaft und die Erkenntnisse der letzten Monate machten mir jedoch bewusst, dass dieser Perfektionismus nicht nötig ist um meine Spiritualität auszuleben. Vielmehr geht es für mich darum meinen Impulsen zu folgen und meiner Intuition Raum zu geben. Das kann natürlich bedeuten, dass ich täglich meditiere und Yoga mache. Es kann aber auch bedeuten, dass ich einfach mit meinem Sohn spiele und dabei total im Hier uns jetzt bleibe.

Gelebte Spiritualität bedeutet für mich nicht in einem Kloster oder ähnlichem zu sein und dort einer bestimmten Lebensweise zu folgen. Das ist der Weg von einigen wenigen Menschen. Dennoch ist es jedem Wesen vorbehalten zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Nichts anderes bedeutet für mich Spiritualität – seinem persönlichen Lebensweg und seinen Impulsen zu folgen sowie sich selbst als den Schöpfer anzusehen.

So komme ich meinem inneren Kern immer näher und genieße alle Phasen meines Lebens. Auf dieser Reise möchte ich dich gerne weiterhin mitnehmen und dich inspirieren. Für ein selbstverantwortliches Leben das jedem in seiner eigenen Weise entspricht.

– Für ein freies Herz –

 

2 Kommentare

  1. Ein sehr inspirierender und ehrlicher Artikel liebe Mirjam 🙂 Voll schön, dass du gemerkt hast, dass deine Intuition dich leitet. Mir fällt das noch sehr schwer und dann meldet sich auch dieses “schlechte Gewissen”…
    Hast du einen Tipp wie man ohne sich diesen Druck zu machen, regelmäßig Yoga machen oder meditieren kann?
    Freue mich auf den nächsten Artikel.
    Euch noch eine wunderbare Zeit und bis hoffentlich ganz bald mal wieder 🙂
    Lieben Gruß aus Dresden, Jenny <3

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